Fragen & Antworten zum

Facelifting

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Facelifting ? 

Der natürliche Alterungsprozeß führt früher oder später zur bekannten Faltenbildung und Erschlaffung der Haut im Gesicht und am Hals. Die ursprüngliche Elastizität der Haut, aber auch die der darunterliegenden Gesichtsmuskulatur (Mimikmuskulatur) lässt nach. Optisch verliert der Mensch in seinem Erscheinungsbild dadurch zusehends an Frische und Jugendlichkeit. 

Ein Gesichtslifting oder Facelifting ist grundsätzlich dann empfehlenswert, wenn die Alterserscheinungen als zunehmend störend empfunden werden. Ein erstes Facelifting wird meist im Alter zwischen 40 und 50 Jahren vorgenommen. Der richtige Zeitpunkt belibt aber eine völlig individuelle Frage die von Fall zu Fall zwischen Patienten und Spezialisten abgeklärt werden sollte, damit sowohl persönliche als auch medizinische Gesichtspunkte bei der Entscheidung berücksichtigt werden. 

 

Kann Lifting nur Stationär oder auch Ambulant durchgeführt werden ? 

Ein einfaches Facelifting (oft auch Softlifting genannt) erfordern meist eine Übernachtung in der Klinik. Das Gesichtslifting nach SMAS Methode erfordert so wie das endoskopische Gesichtslifting und das MACs Lifting zwei bis drei Tage Klinikaufenthalt. Das Aptos Gesichtslifting wird hingegen in lokaler Anesthesie und ambulant durchgeführt. Das Aptos Gesichts- & Halsifting wird wegen des besseren Komfortes in Lokalanesthesie mit Dämmerschlaf oder in Allgemeinanesthesie durchgeführt.

 

Was bedeutet die Bezeichnung SMAS-Lifting ?  

SMAS (Sub Muskulares Aponeurotisches System) ist die medizinische Bezeichnung für die unterhalb des Hautgewebes befindliche Muskelschicht. Während sich das "Softlifting" auf die Straffung der Hautschicht beschränkt, wird beim SMAS Lifting vorallem die darunter gelegene Muskelschicht aufgefrischt und gespannt, also geliftet. Auch wenn sich die Ärzte bezüglich der verbesserten Langzeitwirkung beim SMAS-Lifting nicht ganz einig sind, so bleiben grundsätzlich doch zwei Entscheidungskriterien zu beachten: 

Entscheidend verbessertes Langzeitresultat gegen leicht erhöhtem Operationsrisiko, aufgrund eines etwas höherem Verletzungsrisikos an den Gesichts-Nervensträngen. Auch wenn sich die dadurch manchmal verursachte leichte Taubheit im behandelten Bereich innerhalb von einigen Monaten wieder zurúckbildet, so empfiehlt es sich doch, seine eigene Entscheidung in erster Linie je nach der individuellen Empfehlung des Spezialisten und nach dem gewünschtem Endresultat auszurichten. Das gesamtheitliche SMAS Gesichts- u. Halslifting stellt eine gesamtheitliche Verjüngung sei es aller Gesichtsbereiche wie auch des Halses dar. In "flließenden Übergängen" strafft der versierte Spezialist die einzelnen Gesichtsbereichen je nach Alterungsgrad und Erfordernis, um so das erwünschte ausgeglichene und natürlich wirkende Endresultat zu erzielen.

 

Welche weiteren Formen von Gesichtslifting gibt es ? 

Die Art des Facelifting richtet sich grundsätzlich nach den individuellen Erfordernissen. Bei der Straffung der Stirn (operative bzw endoskopische Stirnstraffung, auch Stirn- und Augenbrauenstraffung genannt) werden die Augenbrauen leicht angehoben und gleichzeitig die Stirnfalten geglättet. Der Operateur strafft das Unterhaut-Bindegewebe, die Minikmuskulatur und entfernt bestehende Fettpölsterchen. 

Bei der endoskopischen Stirnstraffung (endoskopisches Stirnlifting) gelangt der Spezialist mit dem Endoskop über kleine Einschnitte hinter dem Haaransatz bis in den Bereich der Augenbrauen. Der Vorteil liegt in der minimalinvasiven Vorgangsweise und dem Vermeiden von Narben. Ein Minilifting beschränkt sich auf die Straffung im Schläfenbereich mit minimalen Auswirkungen auf den Augenbereich und der Glättung der sogenannten Krähenfuss-Falten. Statistisch zu den am häufigsten durchgeführten kosmetischen Operationen gehört das Lifting der Augenlider (Lidplastik oder Blepharoplastik).

 

Was kennzeichnet ein Facelifting mit Tragus-Schnittführung ?   

Im Gegensatz zur sonst üblichen Schnittführung entlang der Vorderseite des Ohres verläuft die Tragus- Schnittführung im genannten Bereich etwa zur Hälfte entlang der Ohr-Innenseite und bleibt deshalb praktisch unsichtbar. Andererseits besteht das Risiko, dass durch die hohe Spannung nach einer ausgiebigen Hautstraffung der Tragus (die Knorpelerhebung an der Vorderseite des Ohres) etwas weit nach vorne gezogen wird. Dies könnte das Gesicht insgesamt etwas breiter erscheinen lassen. 

 

Welches Resultat kann erzielt werden ?  

Nach dem Softlifting kann eine Dauerhaftigkeit des Resultates von ca 3 Jahren erwartet werden. Ein SMAS Lifting führt zu einer Dauerhaftigkeit von 7 mit maxiaml 10 Jahren. Das Ergebnis der Gesichtsverjüngung ist in diesem Falle nahezu definitiv. Jedoch wird der Alterungsprozess durch den Eingriff nicht gestoppt. Viele Patienten entscheiden sich deshalb meist nach einem Zeitraum von etwa 7-15 Jahren für ein erneutes Lifting. Dabei handelt es sich um eine sehr individuelle Schätzung, da die fortschreitende Alterung von Gewichtszu- oder abnahme, Umwelt-und Sonneneinwirkung, genetischen Voraussetzungen und anderen, individuellen Faktoren wie die Beschaffenheit des Hautgewebes beeinflusst wird.

    

Wie lange dauert der Eingriff ? 

Je nach Art des Liftings dauert die Operation zwischen 2 und 5 Stunden. Gesichtslifting ist prinzipiell eine äusserst anspruchsvolle Feinarbeit, die vom Spezialisten ein ganz besonders hohes Mass an Qualifikation, Können und Erfahrung in diesem Bereich erfordert.   

 

Gibt es Alternativen zu operativen (invasiven) Methoden des Facelifting ? Alternative Liftingmethoden zum chirurgischen Facelifting sind: Die Faltenunterspritzung mit Collagen, Restylane Hyaluron-Säure und ähnlichen Präparaten, Faltenglättung mit Laser, Chemisches Peeling, und medikamentös-injektive Faltenbehandlungen mit Botox, Dysport und ähnliche Applikationen. Ob die Ergebnisse dieser Methoden und deren Dauerhaftigkeit den Vorstellungen des Patienten entsprechen, sollte im individuellen Gespräch mit dem Spezialisten festgestellt werden. Ein breite Palette reduziert invasiver und doch effektiver und  dauerhafter Behandlungsmöglichkeiten der Gesichtsrekonstruktion eröffnet der Einsatz des Endoskopes und die Aptos Technik.

 

Sind die Nähte nach dem Eingriff sichtbar ?

Die Schnittführung beim Facelifting führt von oberhalb der Ohren (beginnend etwa 3 cm hinter dem Haaransatz) zum Ohr, entlang der Vorderseite des Ohres nach unten, und an dessen Hinterseite gegen den Nacken hin auslaufend. Beim Stirnlifting verläuft der Schnitt mehrere Zentimeter hinter dem Haaransatz von Ohr zu Ohr. Bei endoskopischen Eingriffen ( Endoskopisches Stirnlifting oder Endoskopisches Lifting an Stirn und Augenbrauen ) werden zu dem nur 3-5mm kleine Schnitte innerhalb der Kopfbehaarung angebracht, von wo aus man mit dem Endoskop in die Problembereiche vordringt. Es wird keine Haut entfernt. Diese Eingriffe bleiben deshalb praktisch "unsichtbar". Doch in vielen Fällen ist das Entfernen von dünnen Hautstreifen unumgänglich um ein zufriedenstellendes Resultat zu erreichen. Bei keinem der Eingriffe ist es notwendig die Haare vorher abzurasieren. Beim verschliessen der Wundränder mittels intrakutanen Nähten kommen meist extrafeine, selbstauflösliche Fäden zur Anwendung. Je nach Eingriff werden Drainagen (meist zwei) angebracht und ein leichter Verband um den Kopf gelegt. Die Schnittführung ist anfänglich vorallem entlang der Vorderseite des Ohres sichtbar. Allerdings kann die Naht bereits nach wenigen Tagen durch Auftragen von Make Up verdeckt werden. Im Laufe weniger Monate heilt die Naht soweit aus, dass Sie im Optimalfalle praktisch nicht mehr sichtbar ist.   

 

Verspüre ich nach dem Eingriff Schmerzen ? 

Zu Beginn verspürt der Patient vorallem Hautspannungen. Anfängliche Hematome und Schwellungen ( im Wangen und Kieferbereich) lassen nach 2-3 Tagen nach. Leichte Schwellungen und zeitweise leichte Schmerzen die im Zusammenhang mit den anfänglichen Bindegewebespannungen stehen, können noch 2 bis 3 Wochen andauern. Das wirklich defnitive Ergebnis stellt sich erst nach mehreren Monaten ein.  

 

Erfordert Facelifting die Vollnarkose ?    

Ja, generell wird das Facelifting unter Vollnarkose durchgeführt. Kleinere Behandlungen wie ein Minilifing erfolgen meist unter lokaler Anaesthesie oder auf sedativer Basis.  

 

In welchem Zustand verlasse ich die Klinik ?  

Das Facelifting erfordert einen dreitägigen Klinikaufenthalt. Am dritten Tag, noch bevor Sie die Klinik verlassen wird der Kopfverband mit den Drainagen abgenommen. Der grösste Teil der Hematome und Schwellungen hat sich bis dahin bereits zurückgebildet. Nach 4-5 Tagen ist es möglich wieder Make Up aufzutragen, sowie zu duschen und Haare zu waschen. Nach einer Woche kann wieder vorsichtig Hautcreme aufgetragen werden. Gewöhnliche Tätigkeiten können nach 10-12 Tagen, sportliche Aktivitäten nach etwa 4 Wochen wieder aufgenommen werden.

 

Auf was muss ich besonders achten ? 

Für mindestens ein Monat nach der Behandlung soll die Haut vor direkter Sonnenbestrahlung geschützt werden, gegebenenfalls mittels hohem Sonnenschutzfaktor. Die Wundheilung kann durch eine spezielle leichte Wundmassage (Pressmassage) verbessert und beschleunigt werden, die Narben verschwinden bei richtiger Anwendung bereits nach wenigen Wochen völlig. Im Verlaufe der Nachbehandlung bzw vor der Heimreise erklären unsere Ärzte die genaue Anwendung der leichten Wund-Pressmassage.

 

Wie sieht es mit der nachoperativen Kontrolle aus ?  

Während der ersten Woche, nach Möglichkeit auch während der zweiten Woche nach der Op verbleibt der Patient nahe der Klinik unter der Aufsicht unserer Ärzte mit regelmäßigen Kontrollen, Verbandswechel, Medizin und der Entfernung der Fäden.  Die Fäden köennen nach 10-14 Tagen bei unseren Ärzten oder zuhause beim Hausarzt entfernt werden oder es können die selbstlöslichen intrakutanen Fäden angewandt werden. Weitere Kontrolltermine können -je nach Möglichkeit- nach einem Monat oder nach Absprache mit dem Spezialisten erfolgen.  

 

Nach welcher Zeit kann man sein Berufsleben wieder aufnehmen ?  

Normale berufliche Tätigkeiten können nach einer Pause von 2-3 Wochen wieder aufgenommen werden. Für die Durchführung wichtiger representativer Aufgaben, bei denen das Äussere eine besondere Rolle spielt, wird eine Wartezeit von zwei Monaten empfohlen.   

 

Welche Risiken und Komplikationen können entstehen ?  

Die ausführliche Befunddokumentation vor dem Eingriff dient zur Minimierung der allgemeinen- und der Narkose-Risiken. Über frührere Komplikationen oder Allergien im Zusammenhang mit Narkotika, Medikamente oder schmerzstillenden Mitteln muss der Arzt und Diagnostiker unterreichtet werden. Blutwerte und dessen Gerinnungsfähigkeit werden im Ramen der Diagnostik geprüft. Ansonsten bestehen die bekannten Risiken eines jeden operativen Eingriffes wie mögliche Infektion, Hematome (Nachblutungen) oder Narbenverhärtung. Nikotin und Alkoholgenuss wirken sich prinzipiell negativ auf jede Wundheilung aus. Eine meist dadurch verursachte Wundrandnekrose kann zu auffällig störenden Narben führen. Eine Nachbehandlung wäre notwendig. Dasselbe gilt für den Falle einer Infektion. Grundsätzlich besteht auch die Gefahr der Verletzung von mittleren, kleinen und kleinsten, im Bindegewebe, in der Mukulatur und dem Hautgewebe eingebetteten Nerven. Dies verursacht das fast immer auftretende leichte aber vorübergehende Taubheitsgefühl nach dem Eingriff. Das Risiko einer Verletzung der tieferliegenden Hauptnervenstränge ist extrem niedrig.  

 

Worin liegt der Unterschied zwischen klassischem Lifting und Aptos-Fadenlifting?

Die Wahl zwischen klassischem Gesichtslifting und Aptos Lifting ist eine individuelle Frage und die Empfehlung des erfahrenen Chirurgen hängt u.a. davon ab ob und wieviel Hautüberschuss zu korrigieren ist. Im Gegensatz zum klassichen Gesichtslifting wird beim Aptoslifting kein Hautüberschuss entfernt, sondern die Haut im jeweiligen Gesichtsbereich über die operativ eingeführten Aptosfäden gestrafft.  Das Aptoslifting wird in lokaler Anesthesie und ambulant durchgeführt, d.h. mit vergleichsweise geringem Aufwand und Risiko, die Erfahrenheit des Spezialisten vorausgesetzt, denn vielfach bieten Billigchirurgen die Behandlung an, ohne über die nötige Qualifikation und das nötige Training zu verfügen. Der in diesem Bereich spezialisierte, erfahrene Arzt erzielt beim geeigneten Patienten mit dem Aptos Lifting das genauso effiziente Behandlungsresultat wie mittels klassischem Gesichstlifting. Das Resultat des klassichen SMAS Gesichtslifting dauert 10 Jahre an, das Resultat des Aptos Lifting dauert 5-8 Jahre an, je nach Alter und Art der angewandten Fäden.

 

Können Aptosfäden fühlbar bleiben oder störend wirken?

Die Aptos-Technik basiert auf demselben Prinzip des endoskopischen Gesichtsliftings:

Straffung der erschlafften Gewebes und Fixierung mittels Fadentechnik.

Während der Vorteil des endoskopischen Gesichtslifting in der längeren Dauerhaftigkeit des Resultates liegt weil auch die Unterhautgewebe (SMAS, Platysma) gestrafft werden, beschreitet das Atpos Lifting den miminalinvasivsten Weg. Die Fäden werden im Gewebe zwischen Haut und Unterhaut eingebracht. Sie sind nach der Ausheilung weder sichtbar noch bemerkbar. Es gibt zwei Arten von Atpos Fäden, die permanenten und die selbstlöslichen Fäden die sich nach wenigen Monaten auflösen. Der Vorteil der permanenten Fäden liegt in der  verlängerten Dauer des Behandlungsresultates.

 

Können Aptosfäden entfernt werden?

Eingebrachte Aptos-Fäden können ederzeit und problemlos wieder entfernt oder ersetzt werden.

Können Aptos Fäden sichtbar werden?

Einige Aptos-Patienten aus anderen Kliniken berichten dass die Fäden kury nach der Behandlung sichtbar geworden seien. Unseren Ärzten ist diese Problematik in der Praxis nicht bekannt. Die Fäden können nur sichtbar werden wenn der unerfahrene Arzt die Fäden direkt in die Haut implantiert (intradermal) statt an ihren eigentlichen Platz hinter die Haut (subdermal).

 

Wann spricht man von Gesichtsliposuktion?  

Bei manchen Patienten befinden sich lokal begrenzte Fettpoltster in den Bereichen Gesicht, Kinn und Hals. Häufig wird deshalb der Eingriff des Gesichtsliftings mit einer sogenannten Gesichtsliposuktion verbunden. Das an den Problembereichen angelagerte Fett wird mittels Liposuktion vorsichtig  entfernt. Dabei arbeitet der Chirurg mit ganz besonders feinen Kanülen. Die bei weitem am häufigsten behandelten Bereiche der Gesichtsliposuktion sind: Hals- und Kinn. Ein extrem feiner Einschnitt wird dabei meist unter dem Kinn angebracht. 

 

Gesichtslifting

 

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